Gleb und Valentin stehen erstmals im Halbfinale bei einem internationalen Turnier

Starke Auftritte an der Adria: Gleb Stepanzow glänzt bei den U17 International in Opatija

Die knapp 1000 Kilometer lange Reise an die Adria begann für Gleb Stepanzow am Vatertag mit der Zugfahrt ab Karlsruhe. In Ulm traf er seinen Doppelpartner Valentin Lang, und gemeinsam ging es – chauffiert von Valentins Vater – weiter nach Opatija. Viel vom Flair der Adriastadt bekamen die beiden allerdings nicht mit. Bei ihrer Ankunft war es bereits dunkel, und es folgten zweieinhalb anstrengende Tage in der Sporthalle. Doch der Einsatz lohnte sich: Am Sonntagmorgen standen die beiden im Halbfinale des Doppels.
Am Freitag startete das Turnier mit den Einzelwettbewerben. Gleb und Valentin gehören noch dem jüngeren U17-Jahrgang an und verfügen deshalb über vergleichsweise wenige Ranglistenpunkte. Dadurch entscheidet häufig das Los über die Stärke der Gegner in der ersten Runde. Auch diesmal meinte es die Glücksfee nicht gut mit Gleb: Im 64er-Feld traf er direkt auf den an Position drei gesetzten Kroaten M. Surina. Dieser hatte natürlich die Unterstützung des heimischen Publikums auf seiner Seite, doch Gleb setzte sich überraschend in drei Sätzen durch und erreichte die Runde der letzten 32.
Auch seine nächsten beiden Partien gegen Gegner aus der Slowakei und Ungarn gewann Gleb jeweils nach hart umkämpften Dreisatzspielen. Damit zog er als einziger der vier deutschen Teilnehmer ins Viertelfinale ein. Dort entwickelte sich erneut ein spannendes Match auf Augenhöhe über drei Sätze. Diesmal musste Gleb jedoch seinem Gegner aus Tschechien gratulieren, der sich mit 21:18 im Entscheidungssatz den Einzug ins Halbfinale sicherte.

Im Doppel war die Ausgangslage für Valentin und Gleb besser. Durch gute Ergebnisse bei internationalen Turnieren in Krumau (Tschechien) und Bozen (Italien) hatten die beiden wichtige Ranglistenpunkte gesammelt und waren dadurch gesetzt. Ihre starken Leistungen konnten sie auch in Opatija bestätigen. Leichte Spiele gibt es auf internationaler Ebene nicht – alle drei Begegnungen waren hart umkämpft. Dennoch erreichten die beiden erstmals das Halbfinale eines European U17 International Turniers.
Wie so oft im Sport traf man sich erneut: Im Halbfinale warteten M. Surina und dessen Partner T. Radovanovic. Das Turnier hatte viel Kraft gekostet, und Valentin und Gleb mussten schließlich die Überlegenheit der kroatischen Paarung anerkennen und zum Finaleinzug gratulieren. Dennoch bedeutete der dritte Platz das bislang beste internationale Ergebnis für die beiden Nachwuchsspieler.